Glücksspirale

Bei dem System "Glücksspirale" handelt es sich um eine Lotterie mit einem Los. Während beim Lotto die einzelnen Zahlen ermittelt werden und dann die entsprechende Kombination ergeben, werden die Gewinnzahlen bei der Glücksspirale jeden Samstag, nachdem die Lottozahlen gezogen wurden, ausgelost.

Sie unterstützen mit dem Kauf eines Los der Glücksspirale ein ganzes System von gemeinnützigen Projekten, unter anderem in den Bereichen Sport, Umwelt und Denkmalschutz. Neben Ihren Gewinnchancen tun Sie dabei noch etwas Gutes.

In der Glücksspirale gibt es sieben Gewinnklassen und als Spitzengewinn winken Ihnen 7.500,- Euro monatliche Sofort-Rente. Diese Rente gilt ein Leben lang. Darüber hinaus haben Sie die Chance auf Bargeld in Höhe von 100 000 Euro. Jeden Samstag, direkt vor der Tagesschau um 19:57 Uhr haben Sie die Gelegenheit zu kontrollieren, ob Sie unter den glücklichen Gewinnern sind. Dann nennt die Lottofee die Top-Gewinnzahlen für die 2 Sofort-Renten und die beiden 100 000 Euro-Gewinne. Wie ergibt sic der Zweckertrag und wie ist seine Verteilung geregelt?

Die Verwendung der Gläcksspiraleneinnahmen lässt sich in vier Kategorien einteilen. Mit 15 % der gesamten Spieleinnahmen sind die Aufwendungen des Veranstalters zu decken. Hier sind sowohl Werbung, Losdruck sowie die Personal- und Veranstaltungskosten enthalten, die zur Durchführung der Glücksspirale nötig sind. Zudem müssen 16,67 % der gesamten Spieleinnahmen als Lotteriesteuer an die jeweiligen Länder abgeführt werden. Ca. 40 % werden dann als Gewinn an die Spielteilnehmer ausgeschüttet. Dieser Betrag kann varrieren, je nach dem ob die Sofortrente in Höhe von 7.500,- Euro monatlich gewonnen wurde.

Wird diese nicht gewonnen, erhöht sich der Zweckertrag. Nun bleibt ein Anteil von 28,33 % des planmäßigen Zwecksertrags, der an die Destinatäre ausgeschüttet wird. 2007 waren dies ca. 50 Mio Euro. Die "traditionellen Destinatäre", also der deutsche olympische Sportbund (DOSB), die deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), bekommen von den einzelnen Gesellschaften des Lotto- und Totoblocks vierteljährlich je 25 % des planmäßigen Zweckertrags der Glücksspirale auf extra dazu eingereichte Sonderkonten ausgezahlt.

Sonderfälle hierbei sind die Länder Nordrhein-Westfalen und Hessen, die zur Zeit keinen 4. Destinatär mit ihren Mitteln bedenken. Hier entspricht die überwiesene Summe anteilig 33,3 % des planmäßigen Zweckertrages. Die Höhe der jeweiligen Beträge varriert zwischen den Bundesländern. So flossen im Jahr 2008 aus Baden-Würtenberg über 9 Mio Euro an die Destinatäre - also 2,3 Mio Euro an jeden Destinatär, während es in Rheinland-Pfalz 5,5 Mio Euro waren. Aus Sachsen-Anhalt mussten sich die Destinatäre mit insgesamt 1,955 Mio Euro begnügen.